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Kommentar zum Cybergrooming (LTO)

Kommentar zum Cybergrooming (LTO)

Unter „Cybergrooming“ versteht man das das gezielte Ansprechen von Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Ist das Ziel einer solchen Anbahnung ein Kind, und geht es dem Täter um sexuelle Handlungen oder Kinderpornographie, ist dies als Form des Kindesmissbrauchs bereits mit Strafe bedroht (§ 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB). Unabhängig davon, ob es tatsächlich zu einem späteren tatsächlichen Kindesmissbrauch oder der Herstellung von Kinderpornographie kommt. Es steht also bereits die Vorbereitung der eigentlichen Angriffe auf Kinder unter Strafe. Nun hat das Bundesjustizministerium einen Referentenentwurf vorgelegt, nach dem bereits der sog. untaugliche Versuch des Cybergroomings strafbar sein soll: Hier wendet sich der Täter irrtümlich nicht an ein Kind, sondern etwa an einen Erwachsenen.

Einen kritischen Kommentar zu dieser geplanten Erweiterung der Strafbarkeit, der sowohl die gesetzestechnischen Mängel der geplanten Vorschrift sowie die rechtpolitischen Gefahren aufzeigt, hat RA Dr. Schumann für den Legal Tribune Online verfasst.

Hier geht es zum Beitrag: „Eine gefähr­lich schiefe Ebene“ (LTO, 20.04.2019)